Der Dampfer "Dresden" & seine Dampfausstellung
  RUSTON-Werft Prag
 

Ruston & Co in Prag - Ein kleiner Abriss


Weiterführende Links, mit mehr Bildmaterial,
finden Sie unten in der Quellenlistung.


Joseph John Ruston hatte, 1832 von Boulton & Watt
zu John Andrews' Werft in Neu-Leopoldau/Wien gesandt,
erste Erfahrungen mit dem Dampfschiffbau sammeln können.
1837 wechselte Joseph John zum Traunsee und leitete Bauprojekte.
1838 lief dort das erste Schiff "Sophie" vom Stapel.

1840 entwarf J.J.Ruston, wohl vom Traunsee aus agierend,
das erste Dampfschiff für die Moldau.


Ab 1850 übernahm Joseph John Ruston
gemeinsam mit seinem Bruder John Ruston, beide aus England,
eine 1831 von den Briten Thomas gegründete Maschinenfabrik
in der Nähe der Stadt Prag.


In
Karlíně (Karolinenthal) führten sie ihr Geschäft zunächst
als "Ruston & Evans", ab 1854 als "Ruston & Co" erfolgreich.
Es erwuchsen neben dem Maschinenbau ein
Kesselbau und eine Schiffswerft.


Später war der Betrieb in
Karlíně unter 
" Prager Maschinenbau AG, vorm. Ruston & Co  "
international bekannt geworden.


Die ersten tschechischen Raddampfer von Ruston entworfen

- Bohemia (1841)  [ 1851 nach Dresden verkauft ]
- Germania (1845) [ 1851 nach Dresden verkauft ]


Tschechische Raddampfer von Ruston & Co in Karlině

- Praha (1865)
- Vyšehrad (1866)
- Stephanie (1882)
- František Josef (1887)
- Primátor Dittrich (1891)
- Ferdinand I. Dobrotivý (1891)
- Smíchov (1895)
- Závist (1895)




Hauptsächlich in der Niederlassung Floridsdorf
entstanden Schiffe für Österreich-Ungarn,
den Traunsee und den Nahen Osten.


- Elisabeth (1858), Traunsee [ Filmdokument ]
- Gisela (1872) , Traunsee [ in Betrieb ]
- Kaise­rin Maria Theresia (1892) , Bodensee
 
Auch die Dresdner Flotte bestellte einige Raddampfer

- Franz Josef (1855)
- Dresden (1857) [ Maschine heute im "Stadt Wehlen" ]
- Blasewitz (1876)
- Loschwitz (1876)


Zwei Geschwister als letzte Überlebende.

Oben PD "Stadt Wehlen" (1879, Maschine 1857) , täglich im Plandienst.
Unten DS "Gisela" (1872), der älteste in Betrieb befindliche Raddampfer,
im Museumsbetrieb auf dem Traunsee.

Dieses Foto von Raddampfer Gisela wurde von TripAdvisor zur Verfügung gestellt



 

Weiterhin etablierte sich das Unternehmen in Karlíně im Stahlbau.
Stahlbrücken und Dachstühle entstanden hier. Als Beispiel seien die
Dachkonstruktionen
des Prager Rudolfinums oder einige Objekte
auf dem Prager Messegelände erwähnt.

So wurden im Laufe des Firmenlebens Gebäude
und Produktionshallen ausgebaut und
das gesamte Gelände erweitert.


1910 bis 1912 ging die Prager Aktiengesellschaft
in der Prager Elektrizitätsgesellschaft auf.


Neben der Werft an der Moldau
hatten die Gebrüder Ruston zu Lebzeiten
in Floridsdorf und Klosterneuburg
und desweiteren in den Schiffahrts-Unternehmen
Moldau-Elbe sowie Traunsee
maßgeblich gewirkt.



Quellen: 

Journalistischer Artikel (23.11.2017)

Vichta: Historie pražské paroplavby. Vydavatelství MCU s.r.o.,2008.

Niemz / Wachs: Personenschiffahrt auf der Oberelbe. VEB Hinstorff-Verlag, 1981.


Wikipedia: Joseph John Ruston (23.11.2017)

Wikipedia: Gisela (Schiff) (23.11.2017)

 

 
 
  81205 Besucher (209295 Hits)